Dörthe

Dörthe und Franziska vom 13.10. – 17.10.2010

 

Tag 1

Trotz des frühen Aufbruchs kamen wir doch erst spät in Quittelsdorf an, wurden aber trotzdem freundlich und herzlich empfangen. Wir fühlten uns gleich gut aufgehoben und die Wohnung war für uns sogar fast zu groß. Davon waren wir auf jeden Fall positiv überrascht. Unser liebster Freund wurde uns der Kachelofen, der uns an diesem Abend und auch an jedem weiteren mit angenehmer Wärme empfing. Ansonsten fanden wir alles, was wir brauchten. Ein Bad mit Wanne, ein Herd mit Ofen, um doch mal eine kleine Mahlzeit zu kochen und ein Kühlschrank für unsere Vorräte. Und natürlich nicht zu vergessen, für jeden ein warmes Bett!


Tag 2

Am ersten richtigen Urlaubstag widmeten wir uns der näheren Umgebung. Nach einem wahnsinnigen Frühstück (was sich wahrscheinlich schon als legendär herum gesprochen hat) brachen wir auf nach Saalfeld, um uns die berühmten Feengrotten anzusehen.

Direkt am Eingang, den man gut ausgeschildert findet, gibt es einen großen Parkplatz, wo es Tagestickets für einen Euro zu kaufen gibt. Der Eintritt nur für das Bergwerk kostet 8 Euro, um die ganze Anlage zu besichtigen muss man 12 Euro bezahlen, was sich aber mit Kindern auf jeden Fall lohnt. Der Zutritt zum Bergwerk ist nur mit einer Führung gestattet, die ungefähr 60 min lang ging und äußerst informativ und unterhaltsam gestaltet war. Dummer Weise waren gerade Ferien und es war, wie wohl auch an den Wochenenden sehr voll. Da kann es passieren, dass man auf eine solche Führung leider eine Weile warten muss, aber die zahlreichen Souvenirläden vertreiben einem gut die Zeit. Zu den Grotten muss man sagen, dass sie leider nicht so groß und imposant sind, wie sie auf den Prospekten wirken. Trotzdem hat sich der Ausflug gelohnt.

Weiter ging es, dem heißen Tipp unserer Vermieter folgend, zum Werksverkauf der Schokoladenfabrik in Saalfeld. Da die Straße dorthin aktuell leider gesperrt war, trafen wir uns auf einem Parkplatz in der Innenstadt und fuhren mit Familie Walter zusammen zum Ort des Geschehens. Wie versprochen gab es Schokolade ohne Grenzen für jeden Geschmack zu einem echt günstigen Preis. Da hieß es zugreifen und die Taschen voll stopfen.

Da unsere Verpflegung somit gesichert war, ging es weiter nach Bad Blankenburg auf die Festung Greifenstein, die um 1208 das erste Mal erwähnt wurde und zu einer der größten Feudalburgen in Deutschland zählt. Leider stürzte sie auch 1800 vollständig in sich zusammen, aber inzwischen sind große Teile der Anlage wieder rekonstruiert worden.

Wir sind mit dem Auto bis zum Parkplatz 2 hochgefahren, von wo aus es nur noch wenige Meter zu Fuß sind. Das Parken ist kostenfrei, der Eintritt zur Burg beträgt 2,50 Euro. Es gibt auch eine Flugshow mit Greifvögeln, die extra bezahlt werden muss. Sie wirkte aber nicht sehr lohnenswert und so ließen wir diese aus. Die Tiere können auch in ihren Volieren besichtigt werden.


Dank des guten Wetters bot sich uns von der Burg aus ein herrlicher Ausblick über das gesamte Tal unter uns. Wer nicht unter Höhenangst leidet, der kann auch den Bergfried empor klettern und von dort aus den freien Blick genießen. In der Anlage gibt es des weiteren ein kleines Restaurant und ein überschaubares Museum, was sich mit der Historie der Burg beschäftigt. Dort findet man auch ein Modell, welches die ehemalige, beeindruckende Größe der Festung verdeutlicht.


Den Abschluss unserer heutigen Rundreise bildet die Klosteranlage Paulinzella im gleichnamigen Ort. Das ehemalige Benedektinerkloster gehört zu den bedeutensten romanischen Bauwerken in Deutschland und ist auf jeden Fall einen Abstecher Wert. Parken kann man auf einem Parkplatz im Ort, von wo aus es nur wenige Meter zu Fuß durch ein kleines Wohngebiet sind. Die Anlage lässt sich kostenlos besichtigen und präsentiert sich im Herbst zu goldenem Licht natürlich besonders beeindruckend.


In dem Restaurant im angrenzenden Jagdschloss ließ es sich auch gemütlich für wenig Geld zu Abendbrot essen.


Tag 3

Diesen Tag gönnten wir uns komplett für die etwa 50 km entfernt liegende Landeshauptstadt Erfurt. Gut Parken konnte man mitten in der Innenstadt im Parkhaus am Domplatz, das 24 Stunden über durchgehend geöffnet ist und eine Tageskarte 6 Euro kostet (ansonsten 1,20 Euro/Stunde). Wenn man hinaus kommt, bietet sich einem auch sogleich der Blick auf den imposanten katholischen Dom mit der angrenzenden Severikirche. Kaum hat man das Gebäude durch den Haupteingang betreten und sich nach links gewandt, wird man auch gleich Erschlagen vom Anblick des barocken Hochaltars, vor dem man erst einmal Staunend stehen bleibt. Das 16,5 m hohe und 13 m breite Kunstwerk wurde zwischen 1697 und 1707 errichtet und zu Beginn des 21. Jahrhunderts vollständig restauriert. Zu beiden Seiten erstreckt sich das mittelalterliche Erfurter Chorgestühl, das es in diesem Umfang und dieser Qualität vergleichsweise auch kein zweites Mal in Deutschland zu finden gibt.


Nachdem wir uns von dem Anblick losreißen konnten, schlenderten wir durch die weitläufige Erfurter Innenstadt, wie es wohl auch schon Martin Luther getan hat, als er sich hier ab 1501 in der Universität einschreiben ließ.

Auch hier gibt es einen besonderes Reiz für Kinder: Sie können auf Entdeckungstour gehen und die bekannten Figuren des KIKA suchen, wie zum Beispiel die Maus, den Elefanten oder die Tigerente. Für alle Erwachsenen bietet die Stadt eine Menge Kultur und Historie. Es lohnt sich auf jeden Fall im Vorfeld bei der Touristinformation Kataloge und Stadtpläne zuschicken zu lassen.


Ein weiterer Tipp ist das Restaurant GlasHütte auf der Zitadelle Petersberg. Hier gibt es sowohl erstklassiges Essen und wer will auch eine großzügige Auswahl an Cocktails zu angenehmen Preisen. Der Ausblick von der Terrasse aus über die Stadt ist natürlich gratis.


Tag 4

Diesmal führte uns unser Weg nach Weimar. Leider hat uns das gute Wetter verlassen und es gab Dauerregen, der uns aber nicht abschrecken konnte. Auf unserer Route kamen wir auch in Bad Blankenhain vorbei, wo wir auf einen erneuten Tipp unserer Vermieter bei den Weimarer Porzellanwerken hielten. Auch hier gibt es wieder einen Werkverkauf und wieder waren wir von den Preisen angenehm überrascht und mussten uns erneut stark zurückhalten, um unsere Geldbörse nicht doch noch zu überlasten.

Nach der kurzen Rast ging es weiter in die Literaturstadt Weimar. Im Norden gibt es einen kostenlosen P&R-Parkplatz, den wir leider nicht nutzten. Stattdessen waren wir im Parkhaus am Goethehaus, das ein wenig teurer war, als sein moderner Vorgänger in Erfurt. Hier kostet die Stunde ebenfalls 1,20 Euro, allerdings gibt es Tageskarten nur für 15 Euro.


Im Gegensatz zu Erfurt ist die Stadt deutlich kleiner, aber unserer Meinung nach auch wesentlich hübscher. Besonders gefallen hat uns der breit angelegte Stadtpark an den Ufern der Ilm, wo es wieder allerhand zu entdecken gab, wie zum Beispiel die künstliche Ruine, oder auch die Sphinxgrotte und um auf Goethes Spuren zu wandern, dessen Gartenhaus.

Irgendwann haben wir dann aber auch unseren Weg in die Stadt hinein gefunden, der uns dank der vielen übersichtlichen Tafeln leicht gemacht wurde. Dieser Rundgang lud natürlich dazu ein Schillers und Goethes Leben und Wirken zu verfolgen, bis hin zu ihrem gemeinsamen Denkmal vor dem Theater. Essen kann man hier wohl am Besten italienische Küche, zumindest gibt es wohl in kaum einer anderen Stadt so viele italienische Restaurants wie hier an einem Fleck. Natürlich haben wir aber auch das Weimarer Stadtschloss nicht ausgelassen, was Teil des UNESCO-Weltkulturerbes „Klassisches Weimar“ ist. Im Inneren befindet sich heute ein umfangreiches Museum.

Optisch schöner präsentiert sich allerdings das Schloss Belvedere, etwas außerhalb im Süden von Weimar. Die Anlage sollte man aber bei gutem Wetter besuchen, denn die großen Gartenanlagen im französischem Stil lassen sich leider nach rund fünf Stunden Regen ausgesetzt nicht mehr wirklich genießen. Im Sommer präsentieren sich zudem viele exotische Pflanzen, die im kalten Herbst ins Gewächshaus wandern. Heute befindet sich auf der Anlage unter anderem das Musikgymnasium Schloss Belvedere.

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